Informationen und Tipps zum Thema Entwicklung von Babies und Kindern

Hören

Immer wieder stellen sich Eltern die Frage, ob mit dem Gehör ihres Kindes alles in Ordnung ist. Im Spital wurde vorsorglich ein Hörtest gemacht, daher haben viele Eltern schon die erste Bestätigung.

Der folgende Flyer der Schweizerischen Vereinigung der Eltern hörgeschädigter Kinder SVEHK soll Ihnen noch mehr Informationen zum Thema Gehör geben.

Flyer Hören
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Sauber werden

Windel Bye Bye

Der richtige Zeitpunkt bestimmt Ihr Kind. Geduld und kein Stress, so unterstützen Sie Ihr Kind und geben ihm Mut.
Wenn Signale wie Rückzug bei Windelgang, mitteilen, wenn Windel voll ist oder auch regelmässiges Begleiten der Eltern beim Toilettengang sich zeigen, kann der Prozess zum Trockenwerden starten.

Loben lohnt sich bei Vorwärtsschritten des Kindes und steigert die Motivation. Angst vor Rückschritten nehmen so ab.

Nützliches:

  • Kind so oft wie es möchte „probesitzen“ lassen
  • Übergangslips anstatt gar keine Windeln
  • Praktische Kleidung, damit das Kind selbständiger sein kann, wenn es „muss“
  • Beim Ausleeren des Töpfchens und beim Spülen der Toilette zuschauen lassen
  • WC Gänge im Tagesablauf einplanen

Der Kinderarzt wird dann kontaktiert, wenn nach längerer Zeit keine Fortschritte bei der Umstellung zu verzeichnen sind oder das Anzeichen für den Verzicht der Windel ausbleibt zu Beginn des Kindergartenalters.

Kinderbücher / Geschichten

Kinderbücher anschauen/ Geschichten erzählen:

Eltern können die Sprachentwicklung ihres Kindes am besten unterstützen:>

  • In der Muttersprache sprechen: Sie geben Ihrem Kind damit eine sichere Grundlage für das Lernen weiterer Sprachen.
  • Gemeinsam Spass an der Sprache haben: Reime, Lieder, Bewegungsspiele.
  • Zuhören und Antworten geben: Mit dem Kind über seine Beobachtungen sprechen, es bekommt so Lust, weitere Entdeckungen zu machen.
  • Kontakte schaffen: Mit anderen Kindern und Erwachsenen lernt Ihr Kind schnell Deutsch.
  • Geschichten erzählen und Bilder anschauen.

Literaturangaben:
SIKJM Schweiz. Institut für Kinder- und Jugendmedien, www.sikjm.ch

Entwicklung / Erziehung

Zwei oft verschiedene Familienmodelle mit Ritualen, wie auch Regeln müssen in der neu entstandenen Familie zusammenfinden. Erziehung wird durch Individualität von Temperament, Charakter, Reaktionsweise oder auch Rollenvorstellung von Mutter und Vater - auch gegenüber dem Kind - beeinflusst.

Zeitspanne Entwicklung Erziehung
1. Lebensjahr Emotionale Regulation
  • Vertrauen gewinnen ( Bedürfnisse erkennen und prompt antworten)
  • Rhythmisieren des Alltags
  • Gewohnheiten aufbauen
2. Lebensjahr Motorische Entwicklung- Radius Erweiterung
Verständnis für gesetzte Grenzen fehlt
Erfahrung von Wut und Verzweiflung durch Grenzen Setzung
Entstehung vom eigenen Willen
  • Grenzen setzen, vor allem wo Gefahr lauert
  • Konsequent bleiben, Kind erfährt so Unterschied zwischen Liebe und Hass oder auch Gemeinsam und Alleine
  • Alternative anbieten bei Wut oder Verzweiflungssituationen
  • Frustrierende Erfahrungen gemeinsam durchstehen
3. Lebensjahr Phantasietätigkeit (Erinnerungsvermögen auch wenn nicht mehr in Sichtweite)
Verständnis für Grenzen und deren Notwendigkeit ist immer noch klein, Wut und Verzweiflung/Enttäuschung sind oft sehr intensiv und Ablenkung misslingt meistens.
Wahrnehmung des eigenen Handelns wächst
  • Respektvolle Haltung gegenüber ihren eigenen Ideen und dass Verzicht in dieser Phase besonders schwer fällt
  • Überblickbare Ideen oder Regeln für den Alltag finden und halten
  • Wahlmöglichkeiten dem Alter entsprechend anbieten
  • Aggression, Kind wird als "böse" wahrgenommen
  • Bestätigen, wenn es sich an eine Regel gehalten hat
  • Regeln konsequent einhalten
  • Frustrierende Erfahrungen gemeinsam durchstehen
  • Kompromisse bieten, sich in der Mitte zu treffen
  • Eltern sollten trotz Streit die Versöhnung herbeiführen können
4. Lebensjahr Ausgewogenheit zwischen Selbst- und Fremdbestimmung
Regeln werden angenommen und verstanden
Über Regeln wie auch Grenzen kann diskutiert werden
Abmachungen können getroffen werden sowie auch Kompromisse gefunden werden
Verantwortung (altersentsprechend) für das eigene Handeln kann übertragen werden
Mitgefühl
  • Belohnungssysteme können unterstützend wirken
  • Herausheben des Guten wirkt stärker als das Herausheben des Schlechten
  • Vereinbarungen für ein nächstes Mal helfen Kindern, ihr Verhalten zu regulieren

Aggressives kindliches Verhalten

Teufelskreis der Aggression

=> Aggressives Verhalten
==> Kind wird böse wahrgenommen
===> Kind spürt Ablehnung und erlebt alle anderen Gesten als feindselig
====> Das Kind tritt mit Verteidigungsgesten in die nächste Runde
=====> Es wird erneut als Angreifer erlebt oder abgewehrt
======> Das Kind wehrt sich, reagiert frustriert und erneut aggressiv, es erfolgt ein „Angriff mit Grinsen“

Umgang

Strategieenwicklung erfolgt nachdem man versteht, worum es dem Kind geht.
Schwierige Verhaltensweise der Kinder sind ein Zeichen, dass sie mit einer Aufgabe im sozialen Kontext überfordert sind und selber keine Lösung bereit haben. Das Kind benötigt genau dort Ihre Unterstützung. Fragen Sie Ihre Mütter- und Väterberatung um Rat.

Körperliche Entwicklung 3 Monate - 3 Jahre

Alter Körpermotorik HandmotorikKognitivSpracheSozialisation
3 Monate Sicheres Kopfheben in Bauchlage, Abstützen auf die Unterarme Hände, Finger werden über die Körpermittellinie zusammengebracht Sich bewegende Objekte werden mit Augen verfolgt Differenziertes, intentionelles Schreien (Hunger, Unbehagen, Schmerz etc.) Anhaltender Blickkontakt. Versuch, durch aktive Änderung der Kopflage Blickkontakt zu halten. Lächeln auf bekanntes und fremdes Gesicht
6 Monate Beim langsamen Hochziehen zum Sitzen werden die Arme angebeugt, der Kopf wird in der Rumpfebene gehalten Gegenstände, Spielzeug werden von einer Hand in die andere transferiert Objekte werden von einer Hand in die andere transferiert und in den Mund gesteckt. Aktivitäten in nächster Umgebung aufmerksam verfolgt Spontanes plaudern für sich alleine und auf Ansprache („Dialog") Zugewandtes Ansprechen, taktile Kontaktaufnahme, spielerischer rascher Lagewechsel löst vergnügliche Reaktionen aus. Freude an nonverbalen positiver Kommunikation
9 Monate Sicheres, zeitlich nicht beschränktes freies Sitzen mit geradem Rücken und guter Kopfkontrolle Gegenstände werden in einer oder in beiden Händen gehalten, taktil intensiv exploriert Intensive Hand- Mund- Augen- Exploration von Objekten Spontanes Vokalisieren mit längeren A- Lautreihungen (Wa-wa-wa-ra-ra-ra) Sicheres Unterscheiden bekannter und fremder Personen, mit und ohne Fremdeln
12 Monate Stehen gelingt sicher mit Festhalten an Möbeln oder Wänden Pinzetten-Griff mit Daumen und Zeigefinger Findet Objekte, die vor den Augen versteckt wurden, rasch wieder Silbenverdoppelungen mit „ a“ ( mam, papa, dada) Fähig, selbst soziale Interaktionen zu initiieren, fortzuführen und zu beenden
15 Monate Gehen mit Festhalten an Händen durch Erwachsene oder an Möbeln, Wänden Zwei Klötzchen (Kantenlänge 2-3cm) können nach Aufforderung (und zeigen) aufeinander gesetzt werden Objekte werden manipuliert, auf ihre einfachste Verwendbarkeit geprüft Pseudosprache, Mama, Papa, Sinngemäss Kinderreime, Fingerspiele, Nachahmspiele, rhythmische Spiele werden geschätzt
18 Monate Freies Gehen mit sicherer Gleichgewichts- kontrolle Gegenstände, vom Kind in der Hand gehalten, werden auf Verlangen hergegeben und in ein Gefäss hineingetan oder herausgeholt Baut Turm aus 2-4 Klötzen (zeigen erlaubt), betrachtet gerne altersentsprechende Bilderbücher, zeigt auf Bekanntes, Rollenspiel mit sich selbst Symbolsprache (Wau- wau), nicht verständliche Kinder- und Eigenwortsprache werden zur Kommunikation verwendet Einfache Gebote, Verbote werden verstanden und mehr oder weniger beachtet
2 Jahre Kind rennt sicher, umsteuert dabei Hindernisse Buchseiten werden einzeln umgedreht. Bonbons werden geschickt aus ihrer Umhüllung gewickelt Kleine Rollenspiele (Puppe, Bär) Ansätze zu eigeninitiiertem (konstruktivem) Spiel Ein- und Zweiwort-Sprache Spielt für sich alleine im Raum, in dem die Bezugsperson sich nicht aufhält
3 Jahre Beidbeiniges Abhüpfen von einer untersten Treppenstufe Kleine Gegenstände werden präzise mit den vordersten Fingeranteilen ergriffen und an andere Stelle wieder auf- oder eingesetzt. Zeichnet „Kopffüssler“ Kommentiert, was gemalt wurde. Objekte werden im Spiel in Bedeutung vereinfacht und so genutzt. Intensive Rollenspiel Drei- bis Fünf- Wortsätze; ich du, Plural. Redet für sich beim Spielen Hilft gerne bei Haus-, Gartenarbeit. Ahmt Tätigkeiten Erwachsener nach