Informationen und Tipps zum Thema Ernährung von Babies und Kindern

Mineralwasser für Säuglingsschoppen

Wichtig:

  • Mineralwasser für die Zubereitung eines Säuglingsschoppens wird nicht empfohlen.
  • Falls Sie trotzdem Mineralwasser aus der Flasche verwenden möchten, ist es wichtig, dass das Mineralwasser nicht einen zu hohen Salzgehalt (Natrium, Calcium, Sulfate, Nitrate) hat, da die Nieren des Säuglings dadurch belastet werden.
  • Die geöffnete Mineralwasserflasche sollte im Kühlschrank gelagert werden, jedoch nicht länger als 24h.
  • Das Leitungswasser in der Schweiz ist von sehr hoher Qualität und kann daher bedenkenlos für die Zubereitung der Säuglingsschoppen verwendet werden.
  • Auch das heisse Leitungswasser sollte jedoch zuerst abgekocht und danach abgekühlt werden.
  • Sie können einen zubereiteten Schoppen 24h (nicht länger!) im Kühlschrank aufbewahren.

Um die untenstehende Liste zu erstellen, wurden 13 der meist konsumierten Mineralwasser ohne Kohlensäure in der Schweiz ausgewählt und auf ihren Mineralgehalt untersucht.

Bei all diesen Mineralwassern liegt der Gehalt an Nitrat, Kalium, Natrium, Calcium, Magnesium und Bikarbonat unterhalb des maximalen Toleranzwertes.


Für die Zubereitung geeignete Mineralwasser und deren Zusammensetzung in mg/L:

Zusammensetzung Mineralwasser


Quelle: Swissmom, Ernährungskommission der Schweizerischen Gesellschaft für Pädiatrie, M. Roulet, Lausanne

Breibeginn

  • Ab dem 4. Monat kann mit Brei begonnen werden.
  • Voraussetzung ist, dass das Kind Interesse zeigt.
  • Das Kind muss sich nun an einen neuen Geschmack und zusätzlich an eine neue Technik, mit dem Löffel zu essen, gewöhnen.
  • Neue Nahrungsmittel einzeln einführen, im Abstand von 3-4 Tagen. So wird besser erkenntlich, wenn das Kind etwas nicht verträgt.
  • Die neuen Nahrungsmittel in bereits bekannte Nahrungsmittel beimischen.
  • Einen guten Zeitpunkt wählen, bei der das Kind Hunger hat und nicht zu müde ist, um etwas Neues zu lernen.
  • Die Sättigungssignale (Mund verschliessen, Kopf wegdrehen) des Kindes beachten und berücksichtigen, die Mahlzeit beenden.
  • Die Breimenge kann je nach Kind sehr unterschiedlich sein. Übliche Menge einer Brei-Mahlzeit ist zwischen 150g – 250g.
  • Gemüsebrei nicht würzen: Salz, Aromat oder Bouillon sind bis zum 10. Monat nicht notwendig. Es belastet die kindlichen Nieren übermässig.
  • Wenn das Kind im Anschluss an den Brei keinen Schoppen mehr braucht (oder nicht mehr gestillt werden will), soll Wasser angeboten werden oder ungesüssten Tee. Das Kind entscheidet, wie viel es trinken will.

Für ein gutes Gelingen hilft:

  • Geduld, Zeit und eine entspannte Atmosphäre.
  • Zusammen essen (Vorbildwirkung/Gemeinschaft)
  • Beim Essen am Tisch: keine Ablenkung, kein Überlisten mit Spiele, Fernseher, Handy, etc.

Literaturangaben:

  • Eugster, G. (2012. Kinderernährung gesund & richtig. Urban & Fischer.
  • Blülle-Grunder, T. (2014). „Horch, wie der Magen knurrt!“. (MMI, Hrsg.) und Kinder (93).
  • Kirsch, R. „Essen ist mehr als essen“, Diplomarbeit, Careum Aarau, (2015).
  • Ernährungstabelle

    Eine aktuelle Ernährungstabelle zum Breistart finden Sie hier:

    Ernährungstabelle

    Allgemeine Tipps zur Ernährung

    Essen ist ein Lernprozess. Damit dieser Prozess kein Kampf um das WAS und WIE VIEL wird und sich positive Gefühle beim Essen entwickeln können, müssen die Eltern dafür sorgen, dass die Verantwortung richtig verteilt ist:

    • Die Eltern bestimmen das Angebot, das Kind bestimmt, wie viel es davon essen möchte. So haben die Eltern grosse Einflussmöglichkeiten auf die Ernährung der Kinder. Die Kinder wählen aus dem Angebot aus, was sie möchten.
    • Hunger und Sättigung: Im Idealfall isst das Kind, weil es Hunger hat und beendet die Mahlzeit, wenn es satt ist. Babys kommen mit diesem Instinkt auf die Welt. Eltern haben die Aufgabe, diesen Mechanismus zu unterstützen und zu fördern. Dies tun sie, indem sie dem Kind vertrauen, dass es für sich die richtige Menge isst.
    • Emotionen beim Essen: Essen und Gefühle gehören zusammen und beeinflussen sich gegenseitig. Wer sagt denn, dass Essen keinen Spass machen soll? Eltern haben viele Möglichkeiten, Essen mit guten Gefühlen und Lust zu verbinden. Z.B. einen Tag „alles-aus-der-Hand-essen“ einführen, Pic-nic auf dem Stubenboden, Rituale… etc. Eine entspannte, fröhliche Atmosphäre prägt die Kinder und wirkt sich ein Leben lang aus.
    • Essen mit allen Sinnen: Essen und Genuss sind eng verbunden. Die Welt der Sinne bestimmt die Speisenauswahl wohl am stärksten.
      Sehen - schön angerichtete Speisen
      Riechen - Duft der frischgebackenen Brötli
      Tasten – knackiges Würstli, Gemüsestängeli/ Dip
      Schmecken - steht an allererster Stelle: Wenn es noch so schön aussieht, wenn es nicht schmeckt, dann wird es nicht gegessen!
      Hören – das Hineinbeissen in ein knuspriges Brötli, einen knackigen Apfel.
    • Geschmacksentwicklung: Der Geschmackssinn entsteht in der frühen Schwangerschaft. Im letzten Drittel der Schwangerschaft kann er seine Funktion schon aktiv ausüben. Stillkinder werden mit verschiedensten Geschmackserlebnissen konfrontiert, abhängig davon, was Mama isst. Ganz kleine Kinder sind besonders geschmackssensibel, die Empfindlichkeit nimmt mit dem Alter ab. Geschmack ist Lernsache. Das Vorbild der Eltern prägt in der frühen Kindheit die Vorlieben. Ein vielfältiges Angebot im Kleinkindesalter trägt dazu bei, dass sich das Kind später vielfältig ernährt.
    • Verweigern von Lebensmitteln: Kinder mögen das Vertraute, greifen daher gern zu Nahrungsmittel, die ihnen bekannt vorkommen. Im Alter zwischen 2 – 6 Jahren ist diese Angst vor Neuem besonders ausgeprägt. In der Fachsprache nennt man den Begriff Lebensmittel-Neophobie. Neue Lebensmittel müssen immer wieder auf den Tisch kommen, mind. 10-15x, bis sie akzeptiert werden.

    Eltern sind verantwortlich für:

    • Das Ernährungsangebot – frisches, gesundes, feines Essen.
    • Verlässliche Rahmen – Sie bieten regelmässige Mahlzeiten an. Rituale beim Essen geben Sicherheit.
    • Soziale Atmosphäre – Sie unterstützen mit Wohlwollen, Empathie, zeigen Interesse dem Kind gegenüber, schaffen eine entspannte Atmosphäre.
    • Vorbild – Freuen Sie sich am Essen, geniessen Sie es mit den Kindern zusammen.

    Literaturangaben:

  • Eugster, G. (2012. Kinderernährung gesund & richtig. Urban & Fischer.
  • Blülle-Grunder, T. (2014). „Horch, wie der Magen knurrt!“. (MMI, Hrsg.) undKinder (93).
  • Kirsch, R. „Essen ist mehr als essen“, Diplomarbeit, Careum Aarau, (2015).
  • Ernährung in der Schwangerschaft

    Die aktuellsten Empfehlungen zur Ernährung während Schwangerschaft und Stillzeit finden Sie unter folgendem Link:

    Empfehlungen

    Vegetarische Kostformen

    Ovo-Lacto-Vegetarier: Milch und Eier sind erlaubt verzichten auf Fleisch und Fisch
    Lacto-Vegetarier: nur Milch ist erlaubt verzichten auf Fleisch, Fisch + Eier
    Ovovegetarier: Eier sind erlaubt verzichten auf Fleisch, Fisch + Milch
    Veganer: Verzicht auf alle tierischen Lebensmittel

    Veganer

    benötigen Substitutionen, besonders im Kindsalter

    Begleitung durch KA oder Ernährungsberatung empfehlenswert

    Broschüre Empfehlung:

    www.vegan.ch

    Abpumpen

    Das Abpumpen von Muttermilch ist eine Fähigkeit, die erlernt werden muss. Nehmen Sie sich genügend Zeit und seien Sie geduldig. Seien Sie nicht enttäuscht, wenn Sie beim ersten Abpumpen nur wenig oder gar keine Milch gewinnen können. Betrachten Sie die ersten Abpumpversuche als Übungsstunden

    • Lesen und folgen Sie der Gebrauchsanweisung, ehe Sie die Milchpumpe das erste Mal verwenden.
    • Ganz gleich, ob Sie mit der Hand ausstreichen oder eine Milchpumpe verwenden, waschen Sie sich Ihre Hände, ehe Sie beginnen.
    • Suchen Sie sich einen bequemen Ort zum Abpumpen.
    • Wählen Sie einen guten Zeitpunkt, am besten am Morgen.
    • Massieren Sie Ihre Brüste vor und gelegentlich während des Abpumpens, um Ihren Milchspendereflex und Ihren Milchfluss zu fördern.
    • Das Abpumpen sollte niemals weh tun. Wenn Sie Schmerzen verspüren, brechen Sie das Abpumpen sofort ab und wenden Sie sich an eine Fachperson (Mütterberaterin, Stillberaterin, Hebamme). Riskieren Sie nicht, dass Ihr empfindliches Brustgewebe durch den falschen Gebrauch einer Milchpumpe verletzt wird!
    • Muttermilch in 60 – 120 ml Portionen abfüllen, am besten direkt in spezielle Gefrierbeutel (erhältlich in Drogerien/ Apotheken) pumpen.
    • Hilfsmittel (Schoppenflaschen, Trinknuggis, Saughütchen, usw.) müssen nach Gebrauch jedes Mal gründlich mit warmem Seifenwasser gewaschen und mit klarem Wasser nachgespült werden. 1x pro Tag die Hilfsmittel 3 Min. im sprudelnden Wasser auskochen.

    Umgang mit der Muttermilch

    Ihre Muttermilch sollten Sie richtig aufbewahren und auftauen. Nur so können Sie sich sicher sein, dass alle wichtigen Nährstoffe erhalten bleiben und das Risiko einer bakteriellen Verunreinigung minimiert wird.

    ➢ Empfehlungen für das Aufbewahren/Auftauen von Muttermilch

    Es wird empfohlen, die folgenden Richtlinien bei der Aufbewahrung zu beachten:

    Raumtemperatur Kühlschrank Tiefkühltruhe Aufgetaute Muttermilch
    4 Stunden bei 25 °C 3 Tage bei 4 °C
    oder weniger
    Bis 6 Monate bei
    -20 °C
    Im Kühlschrank max.
    24 Stunden. Nicht
    wieder einfrieren!

    ➢ Tipps für das Einfrieren/Auftauen von Muttermilch

    • Bewahren Sie die Muttermilch nicht in der Tür des Kühlschranks auf, sondern am kältesten Ort im Kühlschrank, also hinten auf der Glasplatte über dem Gemüsefach.
    • Die abgepumpte Muttermilch kann in Milchflaschen oder Beuteln eingefroren werden. Füllen Sie Flaschen oder Beutel nur drei viertel voll, um Raum für Ausdehnung zu lassen.
    • Beschriften Sie Milchflaschen oder Beutel mit dem Datum, an dem Sie die Milch abgepumpt haben.
    • Verwenden Sie keine Mikrowelle zum Auftauen oder Anwärmen von Muttermilch, und wärmen Sie die Muttermilch auch nicht in kochendem Wasser auf. So gehen wichtige Vitamine, Mineralien und andere wertvolle Inhaltsstoffe verloren und es besteht die Gefahr von Verbrühungen.
    • Um die Inhaltsstoffe der Muttermilch zu erhalten, tauen Sie die Milch über Nacht im Kühlschrank auf oder halten Sie die Flasche oder den Beutel unter maximal 37 °C warmes Wasser.
    • Schwenken Sie die Milchflasche oder den Beutel sanft, um abgesetztes Fett mit der Milch zu vermischen. Dies ist KEIN Zeichen, dass die Milch schlecht ist.
    • Aufgetaute Muttermilch darf nicht wieder eingefroren werden, wenn sie nicht getrunken wird, muss sie weggeworfen werden.

    Quellenangaben: Medela / Kantonsspital Aarau: „Tipps für zu Hause“

    Hirschthal, 16.8.16/rk

    Ernährung von 0-5 Jahren

    Hier dürfen wir ihnen das Leporello so wie das Znüniblatt des Departementes Gesundheit und Soziales zur Verfügung stellen. Wir leiten Sie daher gerne auf diese Seite weiter. Gehen Sie bitte folgendermassen vor: Wählen Sie den nachstehenden Link an. Nun kommen Sie auf die Seite des Departementes. Klicken Sie auf den Link unterhalb des Bildes mit der Überschrift "Portionenflyer". Nun erscheint der Flyer in allen möglichen Sprachen.

    Link: Portionenflyer